Eine strategisch-technische Marketingberaterin und eine Körper-Methode, die sich nach allem anfühlt, was ich eigentlich nicht bin. Was dann passiert ist, hätte ich nicht erwartet.
Ich habe die Ausbildung begonnen, ohne es jemandem zu erzählen.
Nicht weil ich mich geschämt hätte. Sondern weil es mir selbst nicht ins Bild passte. Ich bin Marketingberaterin. Strategisch, technisch und lösungsorientiert waren meine Eigenschaften. Ich baue Funnels, automatisiere Prozesse, erkläre Systeme und definiere Strategien.
Und jetzt, aus einem Impuls heraus, wollte ich plötzlich eine Ausbildung machen, die mit dem Körper arbeitet?
Die nicht direkt messbar ist, keine Checkliste hat, kein Ergebnis verspricht, das ich in eine Tabelle eintragen kann?
Mein inneres Skeptiker-Ich hat dabei massiv die Augen verdreht - aber trotzdem, irgendetwas hat mich hingezogen und ich habe mich angemeldet.
Nicht, dass ich mir genau hätte vorstellen können, wie das alles funktionieren soll. Sondern viel eher, weil ich es so was von Leid war, mit angezogener Handbremse Vollgas zu geben und dennoch nicht vom Fleck zu kommen.
Und dann sass ich da, im ersten Termin und dachte mir erst mal nur: Shit, wo bin ich denn da bitte gelandet?
Das blieb nicht die einzige Session, in der ich irritiert war. Es gab weitere. Momente, in denen mein Verstand aufbegehrte, in denen ich dachte: was soll das bringen, das ist doch nicht messbar, das kann ich nicht in ein System packen.
Aber ich habe fleissig mitgemacht, weil ich wollte, was versprochen wurde - ein ruhigeres Nervensystem, mehr innere Kapazität, um endlich wieder ins Tun kommen.
Der Kurs bestand aus wenigen, simplen Übungen und sehr viel Praxis. Das Konzept war so einfach wie klar: wir heilen zuerst uns selbst und können dann optional andere begleiten.
Wir üben die Tools an uns, spüren ihre Wirkung im eigenen Körper, bevor wir sie weitergeben.
Und dann, irgendwann, habe ich Veränderung wahrgenommen. Nicht bei einer bestimmten Übung. Nicht nach einer bestimmten Session. Sondern so langsam, wie wenn Eis zu tauen beginnt. Zuerst merkst du es kaum. Und dann, irgendwann, schaust du zurück und denkst: wann bitte ist dieser Shift eigentlich passiert?
Ich habe begonnen zu spüren, welche Tools mir wirklich zusagen. Welche ich täglich nutze - zum Erden, zum Ankommen, zum Unterbrechen des Kreisels im Kopf. Und ich habe gesehen, was genau diese Tools bei meinen ersten Übungspartnerinnen bewirkt haben. Wie sich etwas in ihnen verschiebt. Wie Enge zu Weite wird. Wie jemand nach einer Session anders dasitzt als vorher.
Das war der Moment, in dem ich verstanden habe: das ist der wahnsinn, das ist nicht nur für mich, das will ich weitergeben!
Die Dinge, die mir vorher Kopfschmerzen bereitet haben, wie zum Beispiel Angebote rausschicken, bei Kundinnen nachfassen oder sichtbar sein, die mache ich heute einfach.
Nicht immer mit Begeisterung, nicht immer ohne ein kleines Kribbeln. Aber ich mache sie.
Ohne wie früher stunden- oder tagelang darüber nachzudenken.
Ohne den perfekten Moment abzuwarten. Ohne mich danach zu fragen, ob es gut genug war.
Ich habe wieder angefangen, Marketing für mich selbst zu machen. Meinen Instagram-Account reaktiviert. Angebote kommuniziert. Kundinnen angeschrieben, bei denen ich monatelang nicht nachgefasst hatte.
Und weisst du, was passiert ist? Es kamen wieder mehr Aufträge rein, manch eine Kundin hat sich sogar bedankt, dass ich ihr mit meinem Nachfassen den richtigen Impuls gegeben habe. Empfehlungen gingen raus. Kundinnen, die ich vorher nie angeschrieben hätte, haben gebucht.
Es lief wie nie zuvor: Nicht weil ich plötzlich eine bessere Beraterin bin. Sondern weil mein System aufgehört hat, mich zu bremsen.
Das Angebot, das nie rausgeht. Der Newsletter, der noch einmal überarbeitet wird - und dann doch nicht verschickt wird. Die Kundin, bei der du nicht nachfasst, weil der Moment noch nicht «richtig» ist. Der Post, der fertig wäre - und trotzdem nicht erscheint.
Das sind keine Kleinigkeiten. Das ist dein Business, das auf der Stelle tritt. Nicht weil dir die Strategie fehlt. Nicht weil du nicht weisst, was zu tun wäre. Sondern weil dein Schutzsystem ganze Arbeit leistet.
Und je mehr Druck du dir machst, desto lauter wird es. Denn Druck bedeutet Bedrohung - und auf Bedrohung reagiert dein Nervensystem mit noch mehr Schutz. Noch mehr Zögern. Noch mehr «da fehlt noch etwas».
Willenskraft arbeitet gegen dein eigenes System. Das ist kein Kampf, den du gewinnen kannst, indem du härter drückst. Im Gegenteil - irgendwann ist einfach die Kraft weg.
Aber die grösste Veränderung war nicht im Business.
Das nächtliche Grübeln ist weg. Dieses Aufwachen um drei Uhr morgens und dann dieser innere Monolog: habe ich alles erledigt, was ich hätte tun müssen, was denken die anderen, reicht das was ich tue, bin ich genug.
Stattdessen ist da diese neu gewonnene Ruhe.
Es ist nicht das Wissen, dass nichts mehr passiert oder dass es keine Herausforderungen mehr gibt - diese wird es immer geben im Leben, und ganz besonders als Unternehmerin.
Sondern die Ruhe, dass ich weiss: ich kann damit umgehen. Dass ich gelernt habe, unangenehme Gefühle zu haben, statt vor ihnen wegzulaufen. Weil ich, wenn negative Emotionen aufkommen, weiss, dass ich sie halten kann.
Und das Spannende daran: Meine Tochter hat es als Erste von aussen gemerkt. Irgendwann hat sie gesagt, dass ich anders bin; viel ruhiger und präsenter. Kinder spüren das oftmals besonders gut.
Ich arbeite heute kürzere Tage als vorher und habe dabei viel mehr erreicht als in den Monaten davor, in denen ich mich durch endlose To-do-Listen gekämpft habe.
Das klingt paradox. Aber es erklärt sich so: .
Wenn wir aus einem gestressten Nervensystemzustand heraus handeln, ist unser logisches Denken vermindert.
Wir brauchen länger, machen mehr Fehler, lenken uns ab, sabotieren uns selbst. Wenn wir aber aus einem regulierten, ruhigen Zustand heraus handeln - dann verändert sich die Qualität unserer Handlungen.
Nicht weil wir mehr tun. Sondern weil wir anders sind, während wir es tun
Ich habe fast zehn Kilogramm abgenommen. Nicht weil ich bewusst eine Diät machen wollte, sonder Sondern weil Dauerstress auch körperlich etwas kostet - und weil der Körper, wenn er sich sicher fühlt, ganz andere Entscheidungen trifft und plötzlich Dinge möglich sind, die vorher unmöglich gewesen wären.
Selfcare ist, ohne dass ich das bewussst geplant habe, einem festen Bestandteil, ja sogar zu einer Priorität in meinem Leben geworden.
Damit hätte ich nicht gerechnet, aber ich bin schlichtweg begeistert.
Ursprünglich habe ich diese Ausbildung nur für mich selbst gemacht.
Aber dann kamen die Gespräche mit meinen Kundinnen. Diese Momente, in denen jemand sagt: «Ich weiss genau, was ich tun müsste - und ich komme trotzdem nicht ins Tun.» Diese Momente, in denen ich erkenne: das kenne ich. Genau da war ich auch. Und ich weiss, was geholfen hat.
Ich weiss, wie es sich anfühlt, mit angezogener Handbremse zu arbeiten. Ich weiss, wie es sich anfühlt, wenn das Nervensystem im Schutzmodus ist und jede Sichtbarkeit sich wie ein Risiko anfühlt. Und ich weiss vor allem, wie es sich anfühlt, wenn dieser ewige Druck endlich nachlässt - und Platz macht für das, was wirklich zu dir gehört.
Für mich ist das zurückgekehrt, was ich am meisten vermisst hatte: Freiheit, Lebenslust, Leichtigkeit.
Nicht als Konzept. Sondern als echtes, körperliches Gefühl. Dass es darf. Dass ich darf. Dass das Leben nicht immer so schwer sein muss, wie es sich manchmal anfühlt.
Deshalb begleite ich Unternehmerinnen jetzt auch in genau dieser Arbeit. Nicht mit noch mehr Strategie. Nicht mit einem neuen System. Sondern an der Stelle, an der es wirklich hängt: im Körper, im Nervensystem, in der Sicherheit, die es braucht, um wirklich loszulegen.
Weil ich weiss, wie es vorher ist und wie es nachher sein kann.
Und weil es mich von Herzen glücklich macht, Menschen auf genau dieser Reise zu begleiten.
Ich begleite im Moment eine ausgewählte Anzahl Unternehmerinnen genau dabei - mit dem Programm «Sicher Sichtbar».
5 Plätze, Einstiegspreis, April & Mai.

Barbara Schweizer
Marketingberaterin und Nervensystem-Coach für Einzelunternehmerinnen. Sie hilft dir, nicht nur zu wissen, was zu tun wäre, für erfolgreichen Business-Aufbau - sondern es auch wirklich zu tun.