Wenn du merkst, dass sich dein Business grad eher anfühlt wie ein Stapfen durch den Sumpf mit viel zu grossen Gummistiefeln, anstatt ein leichter "walk in the park"
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich das erste Mal bewusst gedacht habe: Ich brauche Hilfe.
Nicht mit der Strategie. Nicht mit dem Tool. Nicht mit dem Angebot. Sondern mit mir. Mit dem, was in mir passiert, wenn ich eigentlich loslegen will - und es trotzdem nicht tue.
Also habe ich gesucht. Und was findet man, wenn man sucht? Richtig: Mindset-Kurse. Positive Glaubenssätze. Journaling-Prompts. Affirmationen. «Du bist gut genug.» «Glaub an dich.» «Manifestiere deine Ziele.»
Ich habe bei jedem dieser Angebote ein leises, aber klares inneres Nein gespürt. Keine Ahnung warum. Es hat mich selbst irritiert.
Vielleicht, dachte ich, liegt es daran, dass ich zu wenig offen bin, zu sehr im Kopf und zu analytisch. Also habe ich mein Skeptiker-Ich mutig beiseitegeschoben und es einfach versucht.
Das 6-Minuten-Tagebuch. Seminare von Laura Malina Seiler. Kurse von Brooke Castillo. Webinare von Tony Robbins. Tägliche Affirmations-Mails. You name it - ich habe es gemacht.
Und weisst du, was passiert ist? Für zwei, drei Tage gaben mir diese Dinge ein gutes Gefühl. Ein leichtes Aufatmen, das Gefühl: Jetzt wird es anders. Und dann fiel ich wieder zurück in das Gleiche wie vorher. Die gleiche Schwere. Der gleiche Widerstand. Das Gleiche «Heute nicht».
Irgendwann war ich es leid: Leid, mir die Schuld zu geben, dass es nicht geht. Leid, die nächste Methode auszuprobieren. Leid, mir zu erklären, dass ich einfach nicht diszipliniert genug, nicht mutig genug, nicht bereit genug bin. Leid, mich im konstanten Mangel denken zu bewegen.
Stattdessen habe ich aufgehört zu suchen, was fehlt, und angefangen zu spüren, was schon da ist.
Und in dem Moment, habe ich eigentlich das erste Mal überhaupt begonnen, so richtig in mich reinzuhorchen, zu fühlen, was da gerade so abgeht in mir.
Da war dieses Gefühl, das ich lange nicht benennen konnte. Ein leises, hartnäckiges Unbehagen, das immer dann auftauchte, wenn ich hätte sichtbar werden sollen. Es war kein rationaler, eindeutiger oder klarer Gedanke und auch kein rationaler Einwand. Nein, im Gegenteil, rational gesehen, wusste ich, dass Sichtbarkeit jetzt der nächste logische Schritt gewesen wäre. Der Schritt, den es braucht, um zu wachsen.
aber da war etwas, das stärker war: Dieses simple, aber diffuse: nein. Nicht jetzt. Heute nicht.
Und ich habe mich gefragt: Was ist das eigentlich - und woher kommt es?
Die Antwort auf diese Frage war keine, die ich erwartet hatte.
Dein Nervensystem reagiert schneller als dein Verstand. Viel schneller. In etwa 14 Millisekunden bewertet dein Körper eine Situation als sicher oder als Bedrohung - bevor du auch nur einen einzigen Gedanken dazu geformt hast.
Das bedeutet: Wenn du dich hinsetzt, um endlich diese Social-Media-Posts zu erstellen - und plötzlich fällt dir auf, dass die Küche aufgeräumt werden müsste, die E-Mails noch nicht beantwortet sind, und überhaupt jetzt eigentlich ein guter Moment für einen Kaffee wäre - dann ist das keine bewusste Entscheidung aus dem Kopf raus.
Aber dein Körper hat reagiert. Er hat entschieden, dass Putzen, Mails beantworten und Kaffeekochen sich in diesem Moment massiv sicherer anfühlen als in die Sichtbarkeit zu gehen. Weil Sichtbarkeit bedeutet: gesehen werden. Bewertet werden. Vielleicht abgelehnt werden.
Dein Körper reagiert in einem Bruchteil einer Sekunde. Dein Verstand kommt erst danach - und findet eine passende Erklärung.
«Ich bin nicht inspiriert heute.»
«Das Timing ist nicht ideal.»
«Ich muss das noch ein bisschen überdenken.»
Das sind keine echten Gründe, Dinge nicht zu tun. Das sind Nachrationalisierungen - oberflächliche Begründungen, die dich beruhigen sollen, dass es OK ist, die Sichtbarkeit heute wieder zu verschieben.
Dein Nervensystem hat längst entschieden, entsprechend dem, was sich für dich als sicher anfühlt. Dein Kopf erklärt es nur noch schön.
Und genau da liegt das Problem mit Mindset-Arbeit: Sie setzt beim Kopf an. Aber der Kopf war gar nicht der Erste am Tatort.
Du kannst dir zwar vorstellen, dass es sicher ist. Du kannst dir ausmalen, wie du den Post absendest, wie die Reaktionen kommen, wie es sich anfühlen wird und wie du damit verkaufen wirst.
Aber was Affirmationen und Mindset-Arbeit nicht können: dir das Urvertrauen geben, das du brauchst, damit dein Körper wirklich bereit ist. Damit du dich nicht nur vorstellst, dass es sicher ist - sondern es wirklich so fühlst.
Und sie können dir vor allem nicht die Sicherheit geben, mit dem Stress, den Ängsten und der Unsicherheit, die Sichtbarkeit bringt, richtig umzugehen.
Was ich brauchte, war kein neues Mindset. Ich brauchte ein Nervensystem, das sich sicher genug fühlt, um zu handeln.
Genau in dieser Suche bin ich auf NESC gestossen - NeuroEmbodied Soul Centering, eine körperorientierte Methode von Britta Kimpel. Keine Affirmationen, kein positives Denken. Sondern ganz konkret: hinschauen, was im Körper passiert - und ihm Schritt für Schritt beibringen, dass es sicher ist zu handeln.
Und in dieser Arbeit habe ich etwas verstanden, das mir vorher niemand so erklärt hatte.
Das klingt abstrakt - aber es ist sehr konkret spürbar. An den Tagen, wo alles leicht läuft, wo du den Newsletter schreibst, das Angebot rausschickst, bei der Kundin nachfasst - ohne gross nachzudenken. Und an den Tagen, wo selbst eine einfache E-Mail zu viel ist, obwohl sich objektiv nichts verändert hat.
Was steckt dahinter? Stell dir vor, dein Nervensystem hat eine Kapazität - wie einen Behälter. Wenn dieser Behälter gut gefüllt, aber nicht übervoll ist, bist du handlungsfähig. Du kannst mit Unsicherheit umgehen. Du kannst dich zeigen, auch wenn es kurz kribbelt. Weil es eben noch freie Kapazität hat in deinem Behälter.
Das Ziel von NESC ist nicht, den Behälter zu leeren. Das Ziel ist, ihn grösser zu machen. Mehr innere Kapazität aufzubauen, damit du mit Kribbeln, Aufregung und Unsicherheit umgehen kannst - ohne dass dein System sofort auf Alarm schaltet. Damit du lernst, mit allem, was sich unangenehm für dich anfühlt, umgehen zu können.
Wenn der Behälter aber schon fast überläuft - wegen Schlafmangel, einem schwierigen Kundengespräch, dem Dauergefühl, nie genug zu tun (und schlussendlich, wegen einem gestressten Nervensystem) - dann reicht ein kleiner Anstoss, und es schwappt über.
Dann ist Sichtbarkeit keine Option mehr. Dann übernimmt der Schutzmodus. Das ist per se nicht schlecht, diesen Schutzmodus braucht es auch. Wenn sich dein Tun und Sein jedoch dauerhaft so unsicher anfühlen, dass du nicht mehr ins Tun kommst, dann ist es an der Zeit, genauer hinzuschauen.
Wie sich dieser Schutzmodus zeigt, hängt weniger von der Person ab als vom Zustand, in dem sich dein Nervensystem gerade befindet. Je nachdem, wie voll dein Behälter schon ist, greift dein System auf unterschiedliche Schutzmechanismen zurück. Und je nachdem, wie erschöpft oder gestresst du gerade bist, kann es auch von Moment zu Moment wechseln.
Meistens ist es eines von vier Mustern:
Flucht: Du weichst aus. Du öffnest Instagram, obwohl du eigentlich den Newsletter schreiben wolltest - und scrollst zwanzig Minuten, ohne es wirklich zu merken. Du startest einen neuen Kurs, weil der vielleicht die fehlende Zutat ist. Du räumst die Küche auf, beantwortest alte Mails, machst irgendetwas - alles ausser das, was eigentlich ansteht. Und irgendwie ist der Tag dann vorbei.
Kampf: Du arbeitest. Aber verbissen, ohne wirklich vorwärtszukommen. Du überarbeitest die Angebotsseite zum vierten Mal, weil da noch diese eine Formulierung nicht stimmt. Du fängst drei Dinge gleichzeitig an und bringst keines zu Ende. Und wenn es wieder nicht klappt, bist du die Erste, die sich selbst dafür die Schuld gibt.
Freeze: Du sitzt da. Weisst genau, was zu tun wäre - den Post schreiben, die Kundin anschreiben, das Angebot rausschicken. Und kannst es trotzdem nicht anpacken. Nicht weil du nicht willst. Sondern weil nichts geht. Wie festgefroren vor der leeren Seite, während die Zeit verrinnt.
Fawn: Du passt dich an. Du veränderst dein Angebot nochmal, damit es auch wirklich für alle passt. Du sagst zu einer Anfrage Ja, obwohl sie eigentlich nicht zu dir passt. Du machst dich kleiner, formulierst weicher, verzichtest auf das, was du eigentlich sagen wolltest - weil es sich sicherer anfühlt, niemanden zu verstören.
Ich war hauptsächlich im Freeze-Modus. Mit gelegentlichen Ausflügen in die Flucht - meistens in Richtung Weiterbildung oder Instagram. Und machmal hab ich auch gekämpft - wie wild bis zur Erschöpfung, nur um danach wieder in eine Art Freeze zustand zu fallen, wenn Dinge nicht im ersten Moment geklappt haben.
Und ich habe mich dafür geschämt, denn ich wüsste ja ganz genau, wie das mit Marketing und Sichtbarkeit geht.
Und heute weiss ich; das war nicht mein Unwissen oder meine Inkompetenz. Es war nur einfach mein maximal gestresstes Nervensystem.
Vielleicht liest du das und denkst: ja, das kenne ich. Dieses Muster. Dieses Gefühl.
Wenn du weisst, was du tun müsstest - und es trotzdem immer wieder nicht tust. Wenn manche Tage leicht laufen und andere sich wie Waten durch Schlamm anfühlen, ohne dass du weisst warum.
Wenn du Mindset-Kurse gemacht, Affirmationen geschrieben, Podcasts gehört hast - und trotzdem immer wieder an der gleichen Stelle stehst.
Dann ist es wahrscheinlich nicht dein Mindset, das das Problem ist. Dann ist es dein Nervensystem, das noch nicht gelernt hat, dass Sichtbarkeit sicher sein darf.
Und das Gute: Es kann es lernen. Meines konnte es auch - und lernt es jeden Tag noch weiter.
Genau das ist die Arbeit, die ich mit NESC mache. Nicht im Kopf. Im Körper. Wo die Entscheidungen wirklich fallen - lange bevor du auch nur einen Gedanken fassen konntest.
Meine Einladung für dich heute: Schau mal ehrlich hin: Welche der vier Muster erkennst du bei dir? Nicht um dich zu verurteilen. Sondern um zu verstehen, was wirklich passiert - wenn du wieder mal nicht ins Tun kommst.
Ich begleite im Moment eine ausgewählte Anzahl Unternehmerinnen genau dabei - mit dem Programm «Sicher Sichtbar».
5 Plätze, Einstiegspreis, April & Mai.

Barbara Schweizer
Marketingberaterin und Nervensystem-Coach für Einzelunternehmerinnen. Sie hilft dir, nicht nur zu wissen, was zu tun wäre, für erfolgreichen Business-Aufbau - sondern es auch wirklich zu tun.